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Panierte Auberginen

Panierte Auberginen - Aussen knusprig innen schon zart und weich. Zweites Auberginenrezept innert Kürze und etwas sagt mir, dass dieses nicht das letzte ist! 

Da statt Paniermehl feines Polenta für die Panade verwendet wird, wird es erstens noch knuspriger und zweitens ist es glutenfrei (den Trick hatten wir ja schon mal mit Kartoffeln...). Win Win! Dazu gibt es einen Dip mit Limette. Herrlich! Und wenn du jetzt einer dieser Menschen bist, die aus irgendeinem unerklärlichen Grund, keine Auberginen mögen (ja, es solls geben, habe ich schon einmal munkeln hören), keine Bange: Du wirst es höchst wahrscheinlich trotzdem gerne haben. In einer nichtrepresentativen Studie konnte ich herausfinden, dass drei von drei Auberginenverschmäher die Rezeptidee durchaus sehr ansprechend fanden und sich vorstellen konnten, es auch zu probieren. Davon hat eine Person auch die Gelegenheit bekommen und es zu seiner eigenen Überraschung sehr gut gefunden. Also wenn das mal nicht überzeugt!

Nun aber zu einer anderen Sache. Die Aubergine geniesst den Ruf bitter zu sein. Mittlerweile wurden die Bitterstoffe weggezüchtet. Bei erntefrischen Auberginen kommt es somit nur noch selten vor, dass sie bitter schmecken. Falls sie allerdings eine Zeit rumliegen, kann es sein, dass sich dennoch leichte Bitterstoffe entwickeln. Wenn man jetzt kein Risiko eingehen möchte gibt es einige Tricks:

1. Die Aubergine rüsten und in die gewünschten Stücke schneiden. mit einem Messer leicht anritzen und salzen. Einige Minuten ziehen lassen und trockentupfen. Danach weiter verwenden.

2. Die Aubergine rüsten und in die gewünschten Stücke schneiden. In Milch (optional auch pflanzliche Milch) für 30 Minuten einlegen. Diese Methode hat ausserdem den Vorteil, dass sich die Auberginen leicht mit Flüssigkeit vollsaugen und so zarter und saftiger werden. Für dieses Rezept durchaus zu empfehlen. Ein Minuspunkt bildet die Milch: Was macht man mit der leicht gräulich verfärbten Milch die übrig bleibt? Ich hab sie den Katzen gegeben. Die haben sich gefreut.

Es gibt bestimmt noch mehr Hausmittelchen, sicherlich auch etwas mit Zitrone... obwohl, das hilft denke ich eher gegen eine braune Verfärbung... Ob mit Trick 17 bearbeitet oder ohne: Die Aubergine ist ein herrliches Fruchtgemüse (das wäre jetzt geklärt, gehört der Gattung der Nachschattengewächse an) und ich persönlich könnte sie jeden Tag essen (mach ich manchmal auch).



ZUTATEN

- 2 grosse Aubergine

- 2 dl Milch (optional, falls du die Auberginen einweichst)

- 1-2 dl Polenta, fein

- Salz

- Olivenöl

 

Für den Dipp: 

- 180g Saurer Halbrahm (1 Becher)

- 1/2 Limette, Schale und Saft

- 1/2 TL Honig

- 1 Knoblauchzehe

- Salz&Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

1. Die Aubergine rüsten und in Schnitze schneiden (Die Aubergine in der Mitte halbieren und die Hälften jeweils 8-teln. Für 30 Minuten in Milch einlegen (optional), dabei zwischendurch wenden. Den Ofen auf 220° vorheizen. 

 

2. Die Aubergine leicht abtropfen und salzen. Grosszügig im Polenta wälzen (falls nötig nimm noch etwas mehr Polenta, und wir sprechen hier von ungekochtem Polenta, nur so zur Sicherheit...).

 

3. Ein Backblech mit etwas Backpapier auslegen, 1-2 EL Olivenöl darauf träufeln. Die Auberginenschnitze darauf verteilen und 15-20 Minuten backen. Die Zeit hängt ein bisschen von der Dicke der Schnitze ab. Aber Auberginen vertragen viel Hitze, sie sind fertig wenn sie aussen leicht gebräunt und knusprig sind, aber innen schön weich. 

 

4. Für den Dipp hackst du den Knoblauch und die Petersilie und vermischt es mit dem Sauerhalbrahm. Die Limettenzeste sowie den Saft dazugeben und mit 1/2 TL Honig verfeinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

5. Die fertigen Auberginenschnitze nach belieben mit etwas Fleur de Sel bestreuen und noch warm mit dem Dipp servieren. Diese Herrlichkeit macht sich wunderbar zu einem Apero, oder aber mit einem schönen Salat als Hauptmahlzeit. Lass es dir schmecken!