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Ginger Beer


Ginger Beer ist eines meiner Lieblingsgetränke. Fein einfach wie es ist, oder als Star in einem Cocktail (Moscow Mule ich spreche von dir). Ich für meinen Teil, hatte bald genug vom schleppen dieser kleinen Fläschchen, die es zu kaufen gibt, daher bleibt nur ein Ausweg: Selbermachen. 

Es ist ganz einfach, aber wie alles das seine Zeit zum Ziehen braucht, braucht es ein bisschen Planung. Es ergibt wenig Sinn, ein Ginger Beer anzusetzen, wenn du am nächsten Tag eh nicht zu Hause bist. Das Nächste woran man denken muss: Du brauchst ein grosses Einmachglas. Notfalls kann man auch eine Petflasche verwenden, aber da besteht Explosionsgefahr (vor allem an heissen Sommertagen). Wenn du es trotzdem mit einer Petflasche Riskieren willst, denke an folgende Punkte: 

- Nur bis 7cm unter dem Deckel füllen

- Mit einer Nadel am oberen Ende der Flasche ein kleines Loch stecken, so kann der Druck entweichen (einfach beim einschenken, darauf achten wo das kleine Loch ist). 

- Den Deckel nicht zu fest zudrehen. 

 

Ich habe übrigens mehrmals Gingerbeer in Petflaschen gemacht, ohne dass es je explodiert wäre (zum Glück, denn wer hat schon Lust Zucker und Ingwer von den Wänden zu waschen....). 

 

So, bist du bereit für das Rezept? Ich schon! 



Zutaten

  • 5 EL   frisch geriebener Ingwer
  • 100g  Rohrzucker
  • 2 Stk  Limetten, Saft und Schale
  • 1/2     Chilischote
  • 5g       Hefe
  • 1,4 L   Wasser

Zubereitung

1. Den Ingwer schälen (am einfachsten mit einem Löffel) und fein reiben. Die Schale der Limetten abreiben und den Saft auspressen. Die Chili in feine Streifen schneiden.

 

2. Den Ingwer, die Limettenschale und -saft, den Zucker und die Chili mit ca. der Hälfte des Wassers in einem grossen Einmachglas (das Glas sollte mindestens 1,5 L Füllmenge haben) gut vermischen. Der Zucker sollte sich möglichst auflösen. 

 

3. Die Hefe in wenig Wasser auflösen, mit dem Rest des Wassers in das Einmachglas geben. Noch einmal gut umrühren. Die Einmachgläser verfügen ja über einen Bügelverschluss, da sich beim Gärungsprozess viel Druck aufbaut, lege ich den Glasdeckel einfach oben auf ohne in mit den Bügeln zu fixieren, so bin ich auf der sicheren Seite, dass nichts explodiert (auch wenn ich das Gefühl haben, dass so ein Einmachglas dem Druck standhalten würde). Das ganze für 24 Stunden bei Zimmertemperatur (nicht im direkten Sonnenlicht) stehen lassen.    

4. Nach 24 Stunden das Gingerbeer sieben und in Flaschen füllen, es hat sich ein wenig Kohlensäure gebildet. Das Gingerbeer im Kühlschrank lagern. Gut durchkühlen, am besten schmeckt es am nächsten Tag (dann hat es noch mehr Kohlensäure). Bedenke, dass sich der Gärungsprozess auch im Kühlschrank fortsetzt, es ist also nicht ewig haltbar, aber bestimmt ein paar Tage. Und seien wir ehrlich, länger überlebt es so oder so nicht. 

 

Tipp: Wenn du es süsser magst, nimm einfach mehr Zucker, willst du es mehr oder weniger Ingwerig: Passe die Menge nach deinem Geschmack an. Der Chili ist optional, ich finde aber, dass er den Geschmack des Ingwers sehr gut unterstützt.