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Winter Granola


Nimm dir kurz einen Moment und halte kurz inne. Denn jetzt kommt etwas Grosses. Und ich warne dich gleich an dieser Stelle, denn es gibt ab jetzt kein zurück mehr. Dein Frühstück wird ohne dieses Granola nie mehr das selbe sein. Auch die spätabendliche Nascherei hat sich verändert und ein neues Geräusch ist in der Wohnung hörbar: Tap, tap tap (Schritte in die Küche). Schraub, schraub (Glas wird geöffnet). Knusper, knusper, knusper (Granola wird geschnaust). 

 

Lange habe ich mich gefragt, wie man ein knuspriges Granola machen kann, dass so richtig schön in grossen Klumpen zusammenhängt. Unmöglich ohne eine Tonne Zucker, sagte ich mir, was ein für mich nicht einzugehender Kompromiss darstellt. Aber meine Lieben, ich lag ja so falsch. Es gibt eine einfache Lösung: Eiweiss. Ja, ich habe es auch erst geglaubt als ich es ausprobiert habe. Im Ofen bindet sich alles zu einem einzigen riesigen Müsliriegel der sich nach dem Auskühlen wunderbar in mundgerechte Stückchen brechen lässt. Fantastisch! Und sagen wir es mal so: Ich bin nicht die einzige in diesem Haushalt, die sich so euphorisch über diese Entdeckung freut. Und selten wurde ein Granolaglas so schnell gelehrt wie nach diesem Rezept. Eine Tatsache die wiederum nicht nur an mir lag. 

Natürlich kann es sein, dass die ganze Welt diesen Trick schon lange kennt und ihr jetzt alle denkt, ja chills einmal, das wissen wir ja schon lange. Falls dem so wäre (warum hat nie jemand etwas gesagt!!), bin jetzt wenigsten ich schlauer und falls nicht, sind wir jetzt alle schlauer.

Wenn du also so ein tolles knusprig-stückiges Granola willst (an dieser Stelle nur so kurz eine Anmerkung: gemein wie viel besser das auf Englisch klingen würde) gilt einfach die Regel "während dem backen nicht umrühren" ansonsten verfliegt die Magie. 

Es ist nicht das erste Granolarezept auf meinem Blog und bestimmt auch nicht das letzte. Dies einfach nur kurz als Vorausblick. Und wie immer kannst du natürlich Zutaten die du nicht magst durch andere Austauschen. Bei Nuss-Kernen-Flocken-Rezepten geht das ganz einfach. Tausch einfach die entsprechende Menge, mit dem was du magst oder zu Hause hast aus. 

Jetzt wünsche ich dir viel Freude beim Granolaknuspern! 



Zutaten

- 150g Haferflocken

- 50g Mandeln

- 50g Baumnüsse

- 40g Quinoa, gepufft

- 30g Leinsamen

- 30g Sonnenblumenkerne

- 30g Kürbiskerne

- 2-3 TL Zimt

- 1 TL Kardamom

- 1 Prise Salz

- 2 EL Kokosöl

- 3 EL Ahornsirup

- 50g Apfelmus, ungesüsst

- 1 Eiweiss

 

- 20g Apfelringe, getrocknet

- 15g Cassis, getrocknet

- 50g Feigen, getrocknet

zubereitung

1 Die Mandeln und die Baumnüsse grob hacken. Mit Haferflocken, Quinoa, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen, Zimt, Kardamom und Salz in einer Schüssel Mischen. 

 

2 Kokosöl in einer kleinen Pfanne schmelzen. Das Apfelmus und den Ahornsirup dazugeben. Über die Flockenmischung geben und gut verrühren. 

 

3 Das Eiweiss ganz leicht schaumig schlagen und ebenfalls unter die Flockenmischung geben. 

 

4 Die Flockenmischung auf einem Blech ca. 1 cm dick ausdrücken. Das Granola bei 150° für 30-45 Minuten backen. Dabei nicht umrühren, behalte es aber im Auge, damit es nicht zu dunkel wird. Ist das Granola an der Oberfläche goldbraun, knusprig gefärbt ist es fertig. Schalte den Ofen aus und öffne die Ofentür einen Spalt. Lass das Granola im Ofen gänzlich auskühlen. Es ist wichtig, dass das Granola bis in den Kern ganz getrocknet ist.

 

5 Die Feigen und die Apfelringe in kleine Stücke schneiden. Das Granola (bist jetzt auch als gigantischer Müsliriegel bekannt) in Stücke brechen. Mit den getrockneten Früchten mischen und luftdicht verpackt aufbewahren.