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Bliss Balls


Bliss Balls. Etwas dem ich lange skeptisch gegenübertrat. Keine Ahnung warum, aber ich glaube nicht an "guilt-free-desserts". Ich unterstelle ihnen genauso Etikettenschwindel wie irgendeiner Beliebigen Müsliflockenmarke, die ein "weniger-Zucker-mehr-Ballaststoffe-Müsli" auf den Markt bringt. Denn, ja: Blissballs enthalten gesunde Zutaten. Sind sie deshalb unbegrenzt geniessbar? Nein. Macht man es trotzdem? Ja natürlich. Ich habe mir immer vorgestellt, dass Bliss Balls nicht gut genug sind um als Dessert durchzugehen, gleichzeitig aber trotzdem die Kalorienmenge einer anständigen Sündigkeit aufweisen. Nicht direkt eine win-win Situation (so im Sinne von: "It has to be worth the calories"). Nun habe ich einfach beschlossen einen Energiekick für den Nachmittagsdurchhänger zu kreieren, denn Energiebündel sind diese Bliss Balls allemal und wenn sie nicht so gut werden, ist es auch nicht sooo schlimm. Altbewährtes diente als Inspiration für mein Rezept. Mein Freund liebt "Chockladbollar" (ich mag die Dinger auch, davon abgesehen), eine schwedische Süssware, die aus Haferflocken, Zucker, Butter, Schokolade und Kaffe zubereitet wird. Schlussendlich sind diese Bliss Balls aber so Pralinenmässig geworden, dass sie als gediegenes "Trüffes" zum Kaffee gereicht werden können. Ha, wer hätte das gedacht? Meine Vorurteile sind zu Staub zerfallen - und seit dem ersten Mal habe ich diese kleinen "unschuldigen" Bällchen schon drei mal gemacht. Uuuups. 



Zutaten

- 1 dl Haferflocken

- 1 dl gemahlene Mandeln

- 2 EL Kakaopulver

- 1 Prise Salz

- ca. 10 Datteln (entsteint, entsprach bei mir ca. 80g)

- 1-2 EL Honig (oder Agavendicksaft)

- 2 EL Espresso

- Kakaopulver oder Kokosflocken zum wälzen der Kugeln 

zubereitung

1. Haferflocken, Mandeln, Kakaopulver und Salz in einem Blender so lange mischen bis die Haferflocken ganz zerkleinert sind und sich die Masse leicht zu klumpen beginnt. Datteln, Kaffee und Honig hinzugeben und so lange mixen bis die Masse geschmeidig und klebrig (kann etwas geschmeidig und gleichzeitig klebrig sein? Hmmm...), jedenfalls sollten die Datteln zerkleinert sein und alles gut zusammenhalten.

 

2.  Jeweils einen TL der Masse mit den Händen zu einer Kugel formen. Entweder in Kakaopuler (wird herber im Geschmack und elegant im Aussehen) oder in Kokosflocken (wird süsser im Geschmack und verspielter Im Aussehen) wälzen.

 

3. Die Bliss Balls im Kühlschrank luftdicht verpackt lagern. 



Übrigens, in den allermeisten (oder allen?) Rezepten die ich in meiner "Recherche" gelesen habe wurde Kokosöl hinzugefügt. Was sinn macht, denn Kokosöl wird fest, wenn es kühl wird, was bei der Stabilität der Kugeln durchaus behilflich sein kann. Und bekanntlich verträgt Süsses auch ein bisschen Fett. Ursprünglich hatte ich das auch drin. Aber beim zweiten mal habe ich es einfach vergessen. Und oh Wunder, es hat überhaupt keinen Unterschied gemacht. Daher werde ich es auch in Zukunft weglassen (zudem wird einem das vorgängige Schmelzen des Öls erspart).

Achtung. Es besteht Suchtgefahr. Aber da diese Schokoladen Bliss Balls einfach herrlich sind, werden sie auch zwischen Weihnachtsplätzchen eine wunderbare Figur machen.